Die touristische Entwicklung in Wien bleibt 2026 positiv. Im Juli wurden 1.848.000 Nächtigungen gezählt, um drei Prozent mehr als im Juli 2025. Von Jänner bis Juli summierte sich die Zahl der Übernachtungen auf 11.144.000, was einem Zuwachs von fünf Prozent entspricht.
Deutschland bleibt wichtigster Herkunftsmarkt
Mit 332.000 Nächtigungen im Juli war Deutschland erneut der stärkste Herkunftsmarkt und legte gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent zu. Österreich folgte mit 299.000 Nächtigungen und einem Plus von zehn Prozent.
Die USA kamen auf 126.000 Übernachtungen und lagen damit ein Prozent unter dem Vorjahr. Italien erreichte 76.000 Nächtigungen und ein Plus von neun Prozent, Großbritannien und Nordirland 70.000 und plus zwei Prozent. Besonders kräftig entwickelte sich die Türkei mit 49.000 Nächtigungen im Juli und einem Zuwachs von 16 Prozent.
Auch im bisherigen Jahresverlauf zeigt sich eine starke Entwicklung einzelner Märkte. Deutschland kam von Jänner bis Juli auf 2,113 Millionen Nächtigungen und ein Plus von zehn Prozent, Österreich auf 2,029 Millionen und plus sieben Prozent. Die Türkei legte im selben Zeitraum um 24 Prozent auf 258.000 Nächtigungen zu.
Nächtigungsumsatz steigt im Juni deutlich
Der Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Beherbergungsbetriebe belief sich im Juni auf 145,07 Millionen Euro. Gegenüber Juni 2025 entspricht das einem Plus von neun Prozent.
Im gesamten ersten Halbjahr wurden 647,813 Millionen Euro erwirtschaftet, um zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Deutschland war dabei mit 120,497 Millionen Euro der umsatzstärkste Herkunftsmarkt, gefolgt von Österreich mit 112,728 Millionen Euro und den USA mit 54,318 Millionen Euro.
Besonders stark fiel der Juni bei Italien aus: Der Nächtigungsumsatz stieg hier um 38 Prozent. China legte um 35 Prozent zu.
RevPAR und Auslastung
Der RevPAR, also der Erlös pro verfügbarem Zimmer, lag im Juni bei 101,20 Euro und damit sieben Prozent über dem Vorjahreswert. Im ersten Halbjahr lag der RevPAR bei 75,80 Euro und damit zwei Prozent unter dem Vergleichswert von 2025.
Die durchschnittliche Zimmerauslastung betrug im Juli rund 73 Prozent und lag damit auf Vorjahresniveau. Die Bettenauslastung erreichte 56 Prozent nach 56,3 Prozent im Juli 2025.
Von Jänner bis Juli lag die Zimmerauslastung bei rund 65 Prozent, die Bettenauslastung bei 50,1 Prozent.
Mehr Betten am Wiener Markt
Gleichzeitig ist das Angebot gewachsen. Im Juli standen in Wien rund 84.500 Hotelbetten zur Verfügung. Das waren etwa 1.600 Betten mehr als ein Jahr zuvor.
Damit wächst nicht nur die Nachfrage, sondern auch das verfügbare Angebot. Für die Wiener Hotellerie bleibt damit entscheidend, wie sich steigende Nächtigungszahlen, Auslastung und Erlöse pro Zimmer in den kommenden Monaten entwickeln.







