Norbert Kettner, Wien-Tourismus-Chef und ESC-Koordinator der Stadt, warnte in der „ZiB 2“ vor überzogenen Erwartungen an den Eurovision Song Contest 2026. Obwohl der ESC vor allem ein Imagefaktor mit 170 bis 180 Millionen Zuschauern sei, werde das unmittelbar große Geschäft allein in der Hotellerie nicht generiert. Dennoch sei die Wertschöpfung für die Stadt insgesamt deutlich spürbar.
Bettenauslastung und Tourismusperspektive
Kettner dementierte Meldungen über eine geringere Bettenauslastung im Mai 2026 im Vergleich zu den Vorjahren. Die Auslastung liege bei 75 Prozent, über dem Jahresschnitt von 71 Prozent. Er verwies auf einen Kongress von 20.000 Geologen zu Monatsbeginn. Die Warnung vor „Goldgräberstimmung“ bezog sich auf unrealistische Preiserwartungen, etwa für Betten in Schlafsälen.
Sicherheitsanforderungen und politische Dimension
Die Sicherheitsanforderungen für den ESC 2026 unterscheiden sich von jenen im Jahr 2015. Kettner zeigte sich achtsam, aber nicht nervös. Er kommentierte auch die politischen Dimensionen des ESC, etwa die Pfiffe von Anti-Israel-Demonstranten. Ein zunächst fehlendes „Fan-Café“ für Israel sei auf „Diskussionen im Vorfeld“ zurückzuführen, nicht auf Antisemitismus. Besucher aus Spanien und den Niederlanden blieben nicht aus, beide Nationen seien unter den Top Ten bei Ticketverkäufen.
Wetter
Das schlechte Wetter, das zur Räumung des Wiener Rathausplatzes führte, sei von 2015 bekannt. Kettner zeigte sich überzeugt, dass die Fans damit umgehen können.







