Wiener Gastronomie zwischen Kostendruck und Kundenbindung

Steigende Kosten als Herausforderung für die Gastronomie

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Die Gastronomie in Wien sieht sich mit erheblichen Kostensteigerungen konfrontiert. Hohe Preise für Energie, Mieten und Lebensmittel zwingen viele Betriebe dazu, ihre Preise anzupassen. Thomas Peschta, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Wien, erklärt: „Die stark steigenden Kosten für Energie, Lebensmittel und Mieten treffen uns in der Gastronomie direkt. Kein Wunder, dass wir dann die Preise erhöhen müssen, um überhaupt kostendeckend arbeiten zu können.“ Die Inflation belastet die Branche somit spürbar, ohne dass die Gastronomiebetriebe selbst als Auslöser gelten können.

Lohn- und Preisentwicklung in der Gastronomie

In den letzten fünf Jahren sind die Löhne in der Gastronomie um über 30 Prozent gestiegen. Gleichzeitig haben sich die Preise für Rindfleisch um 55 Prozent und für Schweinefleisch um mehr als 20 Prozent erhöht. Auch Energiepreise, Versicherungskosten, Instandhaltungskosten sowie Gebühren für Wasser und Müllabfuhr sind deutlich gestiegen. Dieser wirtschaftliche Druck bringt viele Betriebe an ihre Grenzen. Peschta betont: „Die Betriebe tun was sie können, um ihre Effizienz zu steigern. Sie vergleichen Lieferantenangebote, passen ihre Speisekarten den aktuellen Marktverhältnissen an und tun alles, um ihre Kosten zu senken. Denn sie wissen, dass das Geld bei den Gästen auch knapp ist.“

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Margen werden bewusst reduziert

Eine aktuelle Umfrage unter Gastronomiebetrieben zeigt, dass 90 Prozent ihre Mehrkosten nicht vollständig an die Gäste weitergeben können. Viele reduzieren ihre ohnehin schon geringen Margen, um Kundschaft zu halten. Peschta erläutert: „Würden sie die Kostensteigerungen voll einpreisen, wären die Lokale leer.“ Die Balance zwischen wirtschaftlicher Notwendigkeit und Kundenbindung ist für viele Betriebe eine tägliche Herausforderung.

Gäste als Schlüssel zur Preisstabilität

Trotz der wirtschaftlichen Ungewissheit hofft Peschta auf die Treue der Gäste: „Der beste Weg, um die Preissteigerungen zu bremsen, sind mehr Gasthausbesuche: Denn wenn wir unsere Fixkosten auf mehr Gäste aufteilen können, dann hilft das bei der Preiskalkulation.“ Die Unterstützung der Kundschaft ist somit entscheidend, um die Gastronomie nachhaltig zu stabilisieren und die aktuellen Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

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