Der österreichische Wurst- und Fleischspezialist Wiesbauer blickt auf ein solides Geschäftsjahr 2025 zurück und sendet damit ein starkes Signal der Stabilität an die heimische Gastronomie und Hotellerie. In einem anhaltend schwierigen Marktumfeld konnte die Unternehmensgruppe einen Umsatz von 272 Mio. Euro erzielen. Besonders bemerkenswert ist das massive Wachstum der auf die Gastronomie spezialisierten Tochtergesellschaft Wiesbauer Gourmet.
Wiesbauer Gourmet wächst um fast 40 Prozent
Während der Stammbetrieb in Wien seinen Umsatz stabil halten konnte, verzeichnete Wiesbauer Gourmet einen deutlichen Umsatzsprung von 81 Mio. auf 112 Mio. Euro. Dieses Wachstum resultiert aus den erfolgreichen Übernahmen und Integrationen der Firma Kabinger (13 Mio. Euro Umsatzbeitrag) und des Wiener Traditionsbetriebs Trünkel (10 Mio. Euro Umsatzbeitrag).
Für die Gastronomie und Hotellerie bedeutet dies eine erhebliche Stärkung ihres Lieferpartners. Durch die Zukäufe wurden das Portfolio und die Servicequalität des in Sitzenberg-Reidling ansässigen Gastro-Fleischspezialisten weiter ausgebaut, was den Kunden eine noch größere Produktvielfalt und eine höhere Versorgungssicherheit bietet.
Stabilität trotz schwieriger Rahmenbedingungen
„Mit der Entwicklung muss man sich angesichts der aktuellen Wirtschaftssituation zufrieden geben. Ich bin sehr stolz, dass wir trotz der vorherrschenden Rahmenbedingungen und der anhaltend hohen Kosten die Unternehmensgruppe positiv weiterentwickeln konnten“, erklärt Geschäftsführer Thomas Schmiedbauer. Diese Stabilität ist für die Gastronomie ein wichtiges Signal, das auf einen verlässlichen und krisenfesten Partner hindeutet.
Ausblick 2026: Investitionen in Effizienz und Qualität
Obwohl für 2026 keine wesentliche Verbesserung der Rahmenbedingungen erwartet wird, bleibt Wiesbauer optimistisch und investitionsfreudig. Geplant sind umfassende Investitionen in Höhe von 7 Mio. Euro in moderne Automatisierungslösungen. Durch den Einsatz von KI und Robotik sollen die Produktionsmengen gesteigert werden – bei gleichbleibender Mitarbeiteranzahl.
Für die Gastronomie-Kunden ist dies eine wichtige Botschaft: Wiesbauer investiert in Kosteneffizienz, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies ist eine entscheidende Voraussetzung, um langfristig stabile Preise und eine hohe Produktqualität gewährleisten zu können. Der weitere Ausbau der PV-Anlage unterstreicht zudem das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit.
Anstatt auf eine Flut von Produktneuheiten zu setzen, liegt der Fokus 2026 darauf, die im letzten Jahr gelaunchten Innovationen im Markt zu festigen. „Wenn Produkte und Geschmack passen, brauchen wir uns um den Umsatz keine Sorgen zu machen“, so Schmiedbauer. Für die Gastronomie bedeutet dies Verlässlichkeit und ein Fokus auf bewährte Qualitätsprodukte.








